Kommunalwahl-Spezial

Der Ortsausschuss Auerberg stellt Ihnen auf dieser Seite die Kandidatinnen und Kandidaten der Kommunalwahl für Auerberg vor, die als Direktkandidaten in den Stadtrat einziehen möchten. Die Wahl findet am 13. September 2020 statt. Die Texte zu ihrer Person und ihren Zielen für den Wahlkreis 6 (Auerberg/Graurheindorf) sind von ihnen selbst verfasst worden und in Ergänzung zum aktuellen Blättche zum Teil ausführlicher. Bei den Wahlen zur Bezirksvertretung gilt die Listenwahl, d.h. die Kandidatinnen und Kandidaten sind nicht direkt wählbar. Über die Wahlprogramme aller Parteien für die gesamte Stadt Bonn können Sie sich weiterhin an entsprechender Stelle im Internet informieren.

Jürgen Wehlus, CDU

Stadtverordneter, Ihr Kandidat für Auerberg/Graurheindorf.

1952 in Bonn geboren, verheiratet, ein Sohn, seit 50 Jahren im Ehrenamt tätig, seit 45 Jahren im Katastrophenschutz, seit 5 Jahren ehrenamtlicher Stadtverordneter für unsere Stadtteile.

Meine Ziele und Wünsche für unsere beiden Stadtteile Auerberg und Graurheindorf waren und sind weiterhin vielschichtig. Zum einen möchte ich Verkehrsentlastungen auf der Kölnstraße und der Estermannstraße umsetzen, sowie Schulwege von Schülerinnen und Schülern konsequent sicherer gestalten. Zum anderen setze ich mich für eine Etablierung von sicheren Verkehrswegen für alle Verkehrsteilnehmer ein – also sowohl für Fußgänger, als auch für Rad- und Autofahrer. Auch der Hochwasserschutz in Graurheindorf liegt mir sehr am Herzen, besonders da dieser über Jahrzehnte vernachlässigt worden ist. Ich war und bin maßgeblich an den wichtigsten Anträgen, Gutachten und Planungsentwürfen, welche nun bei der Bezirksregierung in Köln liegen, beteiligt.

Die Sauberkeit und Attraktivität der Ortsteile müssen darüber hinaus weiter vorangetrieben werden. Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Initiativen zum Ausbau der Grünzüge, der begonnenen Säuberung des Lausackers und der Bepflanzung der Auerberger Mitte sowie der Helsinkistraße mit Bäumen vollendet werden konnte. Dennoch muss auch zukünftig weiterhin eine teilweise Entsiegelung der Mitte stattfinden und somit mehr Grünfläche entstehen. Doch mir liegt noch mehr am Herzen: Ich möchte die Mitte stetig weiter beleben; weitere Marktstände und ein Weihnachtsmarkt würden den Platz viel attraktiver gestalten, damit wir als Bürgerinnen und Bürger den Raum als sozialen Dreh- und Angelpunkt nutzen können. Außerdem möchte ich, dass wir uns alle hier nicht nur wohl fühlen, sondern auch sicher. Deshalb setze ich mich für eine verbesserte Sicherheit durch den Einsatz von mehr Ordnungskräften ein.

Durch meine Initiativen der vergangenen Jahre wurde außerdem die Infrastruktur in beiden Stadtteilen ausgebaut. In diesem Rahmen gelang es mir, eine neue Kindertagesstätte an der Friedrich-Wöhler-Straße zu schaffen, die nun für Bonn als Modell-Tagesstätte gilt. Dazu konnte der Ausbau der Jahnschule und der aktuelle Ausbau und die Erweiterung der Bernhardschule mit einem weiteren Teil einer Offenen Ganztagsschule erreicht werden. Das ist besonders in Zeiten der Corona-Pandemie für die stark belasteten Familien in unseren Stadtteilen wichtig. Gerade deshalb werde ich auch in Zukunft alles dafür tun, dass jeder sich bei uns wohl und sicher fühlt, egal ob jung oder alt.

Als Ihr örtlicher Ansprechpartner im Stadtrat habe und werde ich mich für Ihre Anliegen und unsere Ortsteile engagieren und bitte Sie auch diesmal um Ihre Stimme!

Erreichbar bin ich unter: 01711455362, sowie unter: cdu-auerberg-graurheindorf[at]t-online.de.


Alois Saß, SPD

Es ist kein Zufall, dass meine Schwerpunkte als selbstständiger Rechtsanwalt vor allem im Sozial- und Mietrecht liegen. Es sind die sozialen Fragen, die mich persönlich wie politisch bewegen: die Frage nach Gerechtigkeit und gleichen Chancen für alle Kinder. Deshalb nutze ich meine Erfahrungen auch in der Mieter- und Sozialberatung der SPD-Ratsfraktion, die ich seit sieben Jahren zusammen mit Felix von Grünberg anbiete.

Auch deshalb sind Orte der Begegnung in Auerberg und Graurheindorf so wichtig, weshalb ich mich für eine Belebung der Auerberger Mitte einsetze, zum Beispiel durch einen Wochenmarkt. Der erste Marktstand darf nur der Anfang sein. Auch asymmetrische Öffnungszeiten, z.B. einen Tag von 16.00 – 21.00 Uhr können die Erreichbarkeit von frischen regionalen Produkten für berufstätige Einwohner erleichtern.

Mit dem Neubau der Autobahnbrücke, der Verlegung des Rheindorfer Bachs und der Planung des Sport- und Begegnungszentrums an der Josefshöhe  stehen in den nächsten Jahren wichtige Entscheidungen an, bei denen Auerberg und Graurheindorf eine starke Stimme in der ersten Reihe des Stadtrats brauchen, genauso wie zur  Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für Kinder. Zur starken Stimme gehört ein offenes Ohr. Sprechen Sie mich an, damit wir unsere Veedel gemeinsam gestalten können.

In Graurheindorf steht immer noch die geplante Bachverlegung an, die für einen besseren Hochwasserschutz und neue Naherholungsflächen sorgen soll. Zudem muss für die Estermannstraße ein grundlegendes Konzept entwickelt werden, wie der Umgehungsverkehr aus Graurheindorf herausgehalten werden kann. Im Rahmen der Sanierung der BAB 565 wird der Schallschutz innerorts verbessert. Schallschutzmaßnahmen müssen aber auch auf der Brücke errichtet werden. Weiterhin setze ich mich für einen Neubau einer Klärschlammverbrennungsanlage am alten Standort am Salierweg ein. Das ist die einzige Möglichkeit, wie ohne noch mehr Verkehr nach Graurheindorf und Auerberg zu ziehen die Lage für die umliegende Bevölkerung nachhaltig verbessert werden kann.

In Auerberg fehlen vor allem weitere Kita- und Betreuungsplätze. An der Josefshöhe wird ein Sport und Begegnungszentrum für den Bonner Norden geplant; hier müssen die Bedürfnisse der späteren Nutzer abgefragt werden, damit der Bedarf berücksichtigt werden kann.

Persönliches

Ich bin 36 Jahre alt, aufgewachsen in Hersel und habe am CoJoBo die Mittlere Reife und das Abitur abgelegt. Zum Studium bin ich dann nach Auerberg gezogen. Im Oktober 2018 rückte ich in den Rat der Stadt Bonn (Sprecher der SPD Ratsfraktion für Internationales und Wissenschaft, sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender). Als Kandidat für Auerberg und Graurheindorf bin ich deshalb Ihr Ansprechpartner vor Ort mit der starken Stimme.


Eva Kuzu, Bündnis 90/Die Grünen

Ich lebe seit 20 Jahren mit meiner Familie und unseren fünf Kindern in Auerberg, dem Wahlkreis der GRÜNEN Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt.

 Es ist mir sehr wichtig, mein Lebensumfeld aktiv und eigenverantwortlich mitzugestalten. Deshalb bin ich seit vielen Jahren in verschiedenen Elternbeiräten engagiert.

Durch einen Bürgerantrag, um den Verkehr vor sozialen Einrichtungen in Auerberg zu reduzieren, bin ich selber politisch aktiv geworden. Weil ich merkte, dass viele Lokalpolitiker mein Anliegen nicht ernst nahmen.

 Meine Themen:

Wir brauchen dringend ein Verkehrskonzept, das den Menschen Raum lässt sich zu entfalten. Vor sozialen Einrichtungen muss der Autoverkehr besonders reduziert werden und damit auch die Luftqualität in unserem Stadtteil. 

Ich kämpfe

  • für soziale Gerechtigkeit, Vielfalt, und möchte mich für bezahlbaren Wohnraum und qualitativ hochwertige Kita-Plätze für jedes Kind stark machen.
  • für schnelle Begrünung der Auerberg Mitte, um Hitzesommer zu mildern.
  • dafür, jedem Kind einen Wunsch-Schulplatz ermöglichen.
  • für soziale Gerechtigkeit  für alle Familien.
  • dafür, temporäre Spielstraßen einzurichten, um Kindern ohne privaten Garten oder Balkon Raum zu geben.
  • dafür, Josefshöhe und Kölnstraße staufrei zu gestalten und das Umfahren des Staus auf der A565 zu verhindern.
  • dafür, Schulen und Kitas vor Verkehr besser zu schützen.
  • dafür, Auerberger und Graurheindorfer Bürger in ihrer Vielfalt zusammenzubringen.

Norbert Neu, FDP

1960 in Bonn geboren, wohne ich seit 1966 in Auerberg. Nach Grundschule (Jahnschule), Realschule (Freiherr-vom-Stein) und Gymnasium (FEG) machte ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei den VAW. 1986 hatte ich die Gelegenheit, mehrere Jahre als Grafiker bei der Firma HARIBO zu arbeiten. In dieser Zeit absolvierte ich ein Abendstudium an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation in Köln mit Abschluss Kommunikationswirt.

Nach Agenturtätigkeit folgte die Anstellung als Marketing-Assistent, später dann in leitender Position, in einem mittelständischen, weltweit agierenden Unternehmen. 1999 habe ich mich als freiberuflicher Kommunikationsberater selbständig gemacht. Seit nunmehr neun Jahren arbeite ich als Referent der Bonner FDP-Ratsfraktion im Alten Rathaus am Markt. Darüber hinaus bin ich Sprecher der FDP im Ratsgremium Bürgerausschuss.

Ehrenamtlich habe ich mich 16 Jahre im Ortsausschuss engagiert, 10 Jahre davon als Vorsitzender. Heute bin ich Ehrenmitglied. Außerdem bin ich Mitbegründer der Boulefreunde Auerberg.

Meine Frau Susanne und ich sind seit 33 Jahren verheiratet. Wir haben drei erwachsene Kinder und die süßeste Enkeltochter auf der ganzen Welt.  

Politische Einschätzung

Auerberg hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Mit der Fertigstellung der Neuen Mitte hat sich das Gesicht unseres Stadtteils sehr verbessert. Auch die weitere hochwertige Bebauung, inklusive neuer Kindergärten, hat uns gut getan. Diesen Weg müssen wir weitergehen, wobei wir mit dem dringend benötigten Begegnungszentrum für unsere beiden Stadtteile beginnen werden.

Trotz starker Nachfrage nach Wohnraum in Rheindorf sind die Verkehrsprobleme immer noch nicht gelöst. Wir brauchen nach wie vor ein taugliches und realisierbares Konzept, damit sich dieser traditionsreiche Stadtteil am Rhing weiterentwickeln kann.

Und wir müssen darauf achten, dass der Umbau der Rheinaue Nord im Rahmen des Hochwasserschutzes schnellstmöglich umgesetzt wird. Dieses Naherholungsgebiet wird unsere beiden Stadtteile massiv aufwerten und die Wohnqualität in Auerberg und Graurheindorf deutlich steigern.


Aljoscha Yacoub, Die Linken

Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. In Auerberg bin ich aufgewachsen und habe dort bis zu meinem 20. Lebensjahr gelebt. Derzeit lebe ich in Bonn-Oberkassel und bin Angestellter eines Bonner Gesundheitsdienstleisters.

Ich trete mit folgenden Zielen für meinen Wahlkreis an:

  1. Auerberger Mitte: Es gilt eine neue Aufenthaltsqualität zu schaffen, u.a. durch mehr Begrünung und mehr Schattenplätze. Konkrete Vorstellungen sollen in der bereits in Gang gesetzten Bürgerwerkstatt erarbeitet werden, hier möchte ich mittels Anträgen in den relevanten Ausschüssen sowie im Rat eine Beschleunigung des Verfahrens erwirken.
  2. Auerberg kann sich glücklich schätzen Mittelpunkt so vieler Kulturen zu sein. Gleichwohl fehlt es an Begegnungsstätten, wo Bürgerinnen und Bürger interkulturellen Austausch pflegen können. Eine solche Einrichtung wünsche ich mir und dafür möchte ich mich einsetzen, möglicherweise auch am Standort Auerberger Mitte.
  3. Auch in Auerberg steigen die Mieten kontinuierlich. Ich möchte bewirken, dass die Vebowag mögliche Immobilienkäufe bzw. Nachverdichtungen prüft und dass das sog. "Bonner Baulandmodell" modifiziert wird mit einem höheren Prozentsatz an verpflichtendem sozialem Wohnraum.
  4. Für die Jugend wünsche ich mir eine Erweiterung der Öffnungszeiten des Jugendzentrums über das Wochenende, geschehen soll das mittels Schaffen neuer Planstellen.

Arne Horn, BBB (Bürger Bund Bonn)

Für uns steht das Thema im Vordergrund! Ich bin 38 Jahre alt und kandidiere für den BBB, da der Bürger wieder im Mittelpunkt gesellschaftlichen Handelns stehen soll. In Auerberg aufgewachsen und zur Schule gegangen, arbeite ich heute erfolgreich für einen großen Versicherungskonzern, zuletzt als Projektleiter.

Graurheindorf und Auerberg sind Stadteile, die vor allem durch das Engagement der Bürger in Erscheinung treten. Ehrenamtliche Tätigkeiten inner- und außerhalb des Ortsauschusses demonstrieren wie ein „gemeinsam machen“ funktioniert. Ich möchte für Sie als Vertreter Ihrer Stadtteile auftreten, um Ihre Ideen in den städtischen Gremien zu verwirklichen. Denn ohne Bürgerbeteiligung, keine Demokratie.

Was wollen wir in Graurheindorf und Auerberg erreichen:

  • Die Wünsche der Bürger bei der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes im Planfeststellungsverfahren ausreichend zu berücksichtigen
  • Die Uferpromenade muss instand gesetzt werden, besonders der Radweg ist im mäßigen Zustand.
  • Wenn neu gebaut wird:
    • 1. Der Klosteracker und alle anderen Landschaftsschutzgebiete sind tabu
    • 2. Bau mit Augenmaß und richtiger Planung
  • Im Auerberg ist viel gebaut worden, was viele Neubürger bedeutet. Deshalb ist es wichtig die Zivilgesellschaft zu stärken, d. h. Vereine fördern, Sport fördern und die Bürger und Bürgerinnen bei Initiativen unterstützen.
  • Die Auerberger Mitte muss belebt werden. Der Marktstand ist ein guter Anfang. Wir brauchen dringend mehr Grün.
  • Prüfung, ob nicht die alte KBE-Strecke ab Nordfriedhof aktiviert werden kann, um eine weitere Verbindung nach Buschdorf zu schaffen